Alpenmilitary 2005, oder "mit dem G auf dem Panzerschiessplatz"
Die GMMG, die Gesellschaft
der Militär-Motorfahrer des Kanton Glarus, führte das Alpenmilitary bereits
zum 8. mal durch. Weil die Teilnehmerzahl in den letzten Jahren unter ein
Minimum gesunken ist, suchte der GMMG eine Lösung und fand diese auch: Der
Anlass wird zusammen mit dem Swiss-G-Club durchgeführt. Diese Lösung entstand
natürlich nicht durch Zufall; verwendet die Schweizer Armee mit Ihren Puch
230GE doch fast identische Fahrzeuge wie diese im G-Club vertreten sind.
So
fanden sich dann am vergangenen Samstag auch 35 Militärmotorfahrer und 16
Mitglieder vom G-Club in Wichlen, im Glarnerland ob Schwanden ein. Von hier
kommt auch das bekannte "Elmer Citro". Es folgte ein
Geschicklichkeitsparcours mit verschiedenen Posten sowie ein riesiger und
zugleich anspruchsvoller Geländeparcours auf 1600 müM. So galt es
beispielsweise die Fahrzeughöhe, die Spurweite und Distanzen richtig einzuschätzen,
das Fahrzeug auf eine Wippe zu balancieren oder aber das richtige Gefühl mit
dem Gaspedal zu haben.
Es
wurde bei jedem Posten eine Wertung geführt, und es galt möglichst wenig
Strafpunkte zu sammeln. Trotz dem, dass es damit ein Wettbewerb war, fühlte man
sich nicht gedrängt oder beobachtet: Der Spass stand immer im Vordergrund. So
auch beim letzten Posten, an welchem es darum ging einen echten Bagger möglichst
geschickt zu steuern. Manch ein Teilnehmer war fast nicht mehr vom Bagger
wegzulocken.
Der
Geländeparcours wurde mitten durch das steinige Gelände angelegt. Mancherorts
war der Boden so felsig, dass keine Stangen gesetzt werden konnten. Der Parcours
war grosszügig abgesteckt, damit die Fahrer den optimalen Weg selbst wählen
konnten. Auch eine Passage im Rückwärtsgang war vorgesehen. Trotz
anspruchsvollem Gelände blieben die Fahrzeuge von grösseren Schäden
verschont.
Die Ranglisten und weitere Bilder gibt es auf der Webseite der GMMG.
Rückblickend
war der Anlass ein reiner Erfolg. Von der einmaligen Kulisse, den Alpen, dem
perfekten Wetter und dem einmaligen Zusammenspiel von Armee und G-Club hat
einfach alles gepasst. So wird auch im nächsten Jahr, am 2. September wieder
ein gemeinsames Alpenmilitary durchgeführt werden.
Ein
herzliches Dankeschön im Namen aller beteiligter vom G-Club geht an alle
Stellen und Personen die den Anlass ermöglicht und durchgeführt haben. Es war
einfach einmalig und super.
Vertretene
Fahrzeuge: Die Schweizer Armee verwendet Puch 230GE der Baureihe 461 mit dem
langen Radstand und Automatikgetriebe seit 1989. Vom Swiss-G-Club waren
Fahrzeuge der Baureihen 460, 461 und 463 sowie einzelne Mercedes M, welche
allerdings den Geländeparcours nicht fahren konnten, vertreten. Leider kam zu
diesem Anlass kein Pinzgauer oder Haflinger. Zugelassen wären diese in jedem
Fall.

Hier geht es lang, früh morgens auf der Suche nach dem Gelände

Vor dieser einmalig schönen Kulisse findet das Alpenmilitary statt.

Es galt möglichst genau 3 Liter einzufüllen. Nur wusste man nicht wie viel
3 Liter sind.

Hier musste die Durchfahrtshöhe eingestellt werden. Nachher unter die Marke
fahren und nachmessen (im Bild).

Sehr schwierige Übung: Das G-rät ins Gleichgewicht zu stellen gelang fast
niemandem.

Gefühl in der Zehenspitze: Anhalten auf 1cm genau. Die Befürchtung einiger
Militärmotorfahrer, jemand von uns könnte den Apparat gänzlich umfahren,
traten nicht ein.

Imposante Dekoration, davon wäre auch James Bond beeindruckt gewesen.

Parcoursabschrankung unmisverständlich. Weshalb bei uns auch immer UBS,
Toyota oder LandRover auf den Bändern steht?

Das Parcoursgelände liegt im Zielhang. Die Strecke ist mitten durchs "Gjätt"
gelegt worden: Sehr interessant!

Genau hier: Auf 1600 Meter über Meer. Nächstes Jahr finden wir das dann
ohne zuerst das ganze Gelände abzufahren...

Die Militärpuch haben extrem kleine Räder 205R16 und keine
Differentialsperre in der Vorderachse.

Eine Militärmotorfahrerin manövriert den Puch gekonnt durch das
Gelände.

Vorsicht Blindgänger! Nicht bei den FahrerInnen: Alle kamen durch den
Parcours - mit Ausnahe der M-Klasse

Eine Schlüsselstelle sieht auf dem Bild absolut harmlos aus. Hier wurden
einige etwas länger aufgehalten.

Ein unvollständiges Gruppenbild: Manche waren unten bei den
Geschicklichkeitsübungen.

Feines Mittagessen in der Panzereinstellhalle....

....mit Dessert. Auch an die passende Dekoration wurde gedacht.

Die Tochter hat Pappis G400 ausgeliehen....

....und unter fachkundiger Anleitung eines Clubkameraden richtig einges...
ähm gebraucht. Es hat Spass gemacht.

Der Plauschposten: Hier konnte man bis zu 150 Pluspunkte holen und lernte
dabei das Baggern.

Doch noch geschafft: Zur Kontrolle ist der Fahrer ausgestiegen. Der
Schwerpunkt liegt also tatsächlich etwa in der Mitte.

Fahrzeugreinigung mit Feuerwehrschlauch.

Rangverlesen. Im Bild der Übungsleiter René Leuzinger (links) und Josef
Eichholzer

Vom diesem Anlass ist bei mir einiges "hängen geblieben".
Bericht und Fotos: Christoph Gmünder