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Ein Geländefahrkurs für jedermann gehört mittlerweile schon zur Tradition im Jahres- programm des Puch G Swiss Club. Auch das Motocross-Areal bei Niederbipp war nicht zum ersten Mal «Austragungsort». Diese unter fachlicher Anleitung erfolgenden Kurse erfreuen sich grosser Beliebtheit bei den Clubmitgliedern – ganz speziell natürlich bei Neumitgliedern.
Text: Ruedi Baumann
Bilder: Adrian Winkler
Dass der Puch G / Mercedes G das wohl geländegängigste Fahrzeug in der heutigen Allrad-PW-Szene ist, muss unter Insidern nicht eigens hervorgehoben werden. Allerdings ist er auch kein Billigfahrzeug. Und er verlangt von seinem Fahrer umfassende Kenntnisse der Materie. Gerade weil es ein Allradauto ist, mit dem Grenzwerte ertastet werden können, kaum Automatismen vorhanden sind, um Entscheidungen dem Benutzer abzunehmen, erfordert der Puch G bezüglich Handling ein ziemliches Mass an Wissen und Können. Zwar wurde der Wagen so weitgehend als möglich «idiotensicher» konstruiert – die Sperren lassen sich beispielsweise nur in der richtigen Reihenfolge zu- und abschalten – das Risiko einer Fehlhandlung durch den Fahrer bleibt aber bestehen. Dies bezieht sich natürlich vorwiegend auf Exkurse abseits befestigter Strassen (aber auch bei Eis und Schnee). Ein Auto, das individuell mehr kann als andere, erfordert von seinem Fahrer logischerweise ebenfalls ein Minimum an «Know-how». Gerade beim Puch G mit seinen zahlreichen technischen Hilfsmitteln (Automat, Untersetzung, drei Sperren und eventuell noch eine Seilwinde) ist das Wissen, wann, wo die Zuhilfenahme von was dienlich ist, ausserordentlich wichtig. Im Gelände wild herumbrettern kann jeder. Gezielt Schwierigkeiten angehen und ohne Schaden am Auto bewältigen will jedoch gelernt sein. Dies ist auch zugleich einer der Hauptgründe für die ungebrochene Attraktivität der vom Club periodisch angebotenen Geländefahrkurse. Anfänglich waren es meist die Besitzer selbst, die unter Anleitung von Vertretern des Herstellerwerks in Graz – teilweise sogar mit Werksfahrzeugen, um das eigene Schmuckstück zu schonen – erste Schritte «Offroad-pur» wagten. Heute sind sie die Instruktoren und unterrichten die restlichen Familienmitglieder fachkundig im Geländefahren. Weil inzwischen die «zweite Generation» (Töchter und Söhne) teilweise ins fahrberechtigte Alter nachrückten, können sich die «alten Hasen» zwischenzeitlich auch Neumitgliedern widmen. Die Motocross-Grube in Niederbipp ist hierzu sehr ideal, bietet das Areal doch fast alle Schwierigkeitsgrade. Manchem «Einsteiger» wurde schnell klar, dass es zwei Paar Schuhe sind, den andern beim Steilhangfahren zuzuschauen – oder selbst hinter dem Lenkrad zu sitzen. Und vor dem Abkippen in den abschüssigen Hang ausser Himmel, Sonne und Wolken rein gar nichts zu sehen. Auf dem militärischen Geländefahrschulareal in Wangen an der Aare existiert ein ähnlicher Parcours. Nicht umsonst heisst dieser Abschnitt unter Insidern «Geisterbahn»..!

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Geradezu obligatorisch bei solchen Treffen/Kursen ist die Grillparty.
Fast jeder hat sein Geheimrezept. Unter den Clubmitgliedern werden
jedoch anschliessend die leckersten Erzeugnisse edler Bratkunst
zum Probieren herumgereicht.

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Der Copilot ist zwar noch etwas jung, hat aber das Malheur bemerkt:
«He - der gräbt sich hintenwärts ein!»

aus «4x4plus», 4-5/1999

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