| Es ist nicht einer Einfallslosigkeit des Clubvorstandes zuzuschreiben, wenn im
aktuellen Jahresprogramm des Puch G Swiss Club bestimmte «Events» der Vorjahre immer
wieder auf der Liste stehen. Vielmehr widerspiegelt es das Interesse der Mitglieder, sich
rege zur Teilnahme zu melden. Eine derartige «Tradition-Veranstaltung» ist
beispielsweise das jährliche Geländefahrtraining. Dass der Puch G ein reinrassiges
Offroad-Fahrzeug war und ist, muss hier nicht besonders angemerkt werden. Weil jedoch
seine Besitzer mit den Talenten ihres fahrbaren Untersatzes kaum je bis aufs i-Tüpfelchen
vertraut sind (wer, ausser Kipperchauffeuren, fährt schon jeden Tag, bei jeder Witterung
im Gelände?), sind solche Kurse äusserst lehrreich. |
| Dieses Jahr war die
Motocross-Grube bei Niederbipp Austragungsort. Dieselbe Grube, in der auch das
Verkehrs-Sicherheits-Zentrum Veltheim periodisch Geländefahrkurse durchführt. Vor Beginn
der ganztägigen Übung waren die Parcours von Mitgliedern des Vorstandes sauber
ausgesteckt worden. Allzu «heikle» Stellen blieben ausgeklammert, denn nur rund ein
Drittel der Kursteilnehmer verfügte über umfassendere Kenntnisse im Geländefahren.
Schliesslich sollte auch der Nachwuchs lies: Töchter und Söhne erste
Offroad-Gehversuche machen können, ohne gleich das väterliche Fortbewegungsmittel in
Schrott zu verwandeln. Der Puch G kann im harten Gelände grundsätzlich mehr, als seine
Konkurrenzprodukte. Daher ist auch die Gefahr grösser, unversehens in heikle
Grenzbereiche vorzustossen, wo nur doch die Physik regiert. Um jedoch die Übung für alle
Teilnehmer einigermassen spannend zu gestalten, erfolgte eine Wertung analog zu den
Meisterschaftsläufen «echter» Geländewagenvereine. Rückwärtsfahren bei Hindernissen
kostete beispielsweise 10 Strafpunkte, fiel das Kügelchen vom Stecken (eine leise
Berührung genügte), heimste der Fahrer 20 Negativpunkte, beim Umfahren eines
Holzpfostens sogar deren 40 ein. War fremde Hilfe vonnöten, beförderte dies den
Teilnehmer in die Schlussränge; mit grimmigem Gesicht notierte der Postenwart 100
Strafpunkte. Wer nun meint, Geländefahren sei eine reine Männerdomäne, wurde bei der
«Rangverkündung» am Spätnachmittag eines besseren belehrt. Die weiblichen Teilnehmer
gingen einzelne Aufgaben zwar in der Regel vorsichtiger an als ihre männlichen
Mitstreiter. Da aber die Zeit für das Absolvieren der Hindernisstrecke nicht zählte (das
tut sie auch bei Grossveranstaltungen dieser Art selten), siegte Vorsicht über Mut, und
schlug natürlich entsprechend zu Buche. |
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Profimässig
erfolgte das vorherige Abschreiten der Parcours zu Fuss. |
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